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‘Allgemein’ Category

  1. Grünkohl

    Oktober 22, 2019 by Ewald Schürmann

    Mettwurst im Grünkohlbett

    Es wird wieder kälter, dann ist Grünkohlzeit. Der Grünkohl ist international und regional: Als Gemüse ist er weltweit verbreitet und seine Gerichte haben eine markante ortsgebundene Prägung. Zum Beispiel ist der Kohl in den USA unter anderem in Smoothies wegen seiner kräftigen grünen Farbe beliebt und in Europa finden sich viele Sorten des Grünkohls vom holländischen Boerenkool bis zum spanischen Col Crespa.  In Deutschland gibt es regionale Namen wie Braunkohl, Hochkohl, Winterkohl, Strunkkohl, Krauskohl oder Lippische Palme. Volkstümlich sind vor allem die typischen lokalen Traditionen der Zubereitungsarten: Am bekanntesten ist “Kohl und Pinkel”, das oft in Berlin von zugereisten Norddeutschen im Freundeskreis auf den Tisch gebracht wird.

    Grünkohl gilt als Wintergemüse wegen der späten Ernte, die meist nach dem ersten Frost beginnt. Auch wirkt der herb-bittere Geschmack in Verbindung mit einer deftigen Wurst wie eine “innere Erwärmung” in der kalten Jahreszeit. Aber der vorgekochte Kohl ist in Einmachgläsern überall im ganzen Jahr erhältlich und kann so jederzeit zubereitet werden. Hier ein einfaches Rezept für ein preiswertes Gericht, das schnell gekocht ist:  

    Die Zutaten (für 2 Portionen)

    – 1 Glas Grünkohl (ca. 600 g)

    – 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe

    – Gemüsebrühe, Öl oder Schmalz

    – zum Würzen (nach Geschmack): Knoblauch, Ingwer, Zitrone, Meerrettich   

    – Mettenden oder andere Wurst oder vegetarische Alternativen

    – Kartoffeln für gekochte oder Bratkartoffeln

    Die Zubereitung

    Eine feingeschnittene mittelgroße Zwiebel in Speiseöl (z.B. Rapsöl) oder Gänseschmalz (ganz winterlich!) glasig dünsten, nach Belieben eine Knoblauchzehe dazu pressen, dann ein Viertelliter Gemüsebrühe darauf geben. Mit dem Grünkohl ein paar Minuten kochen lassen. Nach zehn Minuten ist das Essen gar. Jetzt nur noch würzen mit Salz, Pfeffer, geriebenem Ingwer und Meerrettich. Alles nach Geschmack dosieren. Zum Schluss werden Würste (Mettenden oder andere Knacker bzw. Schinkenwürste) im Grünkohl aufgewärmt. Dazu gibt es dann Senf. Eine leckere vegetarische Alternative sind gewürfelte Fetastücke.

    Dazu gibt es gekochte Kartoffeln oder schön kross gebratene Bratkartoffeln. Über Kohlgerichte heißt es, dass sie aufgewärmt noch besser schmecken. Also am Abend vor dem Essen vorbereiten und am nächsten Tag aufwärmen.


  2. Kartoffel-Zwiebel-Hackfleisch (oder vegetarisch Fetakäse)

    August 7, 2019 by Ewald Schürmann

    Kartoffel-Zwiebel-Hack auf dem Teller

    Ein klarer Geschmack mit wenigen einfachen Zutaten! Preiswert ist es auch noch, doch es lohnen sich beste Bio-Zutaten, damit auch das Einfache gut schmeckt. Das Gericht stammt aus der Nachkriegszeit, als es noch nicht viele Zutaten zum Kochen gab. Auf Finessen feinster Gewürzmischungen wird hier verzichtet. Es geht nur um den Grundgeschmack von Kartoffel, Zwiebel und Hackfleisch (oder vegetarisch kann stattdessen Feta genommen werden). Vor allem das Duo des Gemüses Kartoffel und Zwiebel verbindet sich beim Zerquetschen mit der Gabel trocken-matschigen Gemisch, das erdig mit einer feinen natürlichen Zwiebelsüße schmeckt. Das Hackfleisch z.B. vom türkischen Fleischer (Lamm mit Rind) gibt dem Gericht eine kräftige Note. Es kann auch nach deutscher Gewohnheit Hackfleisch vom Rind und Schwein sein. Der weiße Fetakäse aus Schafs- oder Ziegenmilch ist dann nicht nur die vegetarische Alternative zum Fleisch, sondern geht geschmacklich in eine andere Richtung, die z.B. mit Thymian stärker mediterran schmeckt.  

    Grundrezept:

    (Menge nach Gefühl und Hunger)

    – Verschiedene Zwiebelsorten (rote, weiße, gelbe, kleine, große)

    – mehrere festkochende Kartoffeln

     – pro Person: entweder 100 g oder mehr Hackfleich (oder 50 g oder mehr Feta)

    – Olivenöl oder anderes Öl, Gemüse- oder Hühnerbrühe

    – Salz und Pfeffer, Lorbeerblätter

    Die geschälten Zwiebeln von verschiedenen Sorten halbieren und in feine Halbringe schneiden. Die Kartoffeln schälen und vierteln, aber nicht zu klein würfeln. Dann wird je nach vorhandenem Kochgeschirr, also Topf, hohe Pfanne oder Wok Olivenöl oder anderes Öl erhitzt und zunächst das Hackfleisch krümelig gebraten, dabei hin- und hergeschoben, bis es eine feine Masse bildet. Dann kommen die Zwiebeln dazu und werden langsam glasig und weich gedünstet. Dabei keine zu starke Hitze aufkommen lassen, damit es nur auf dem Hitzepunkt des Schmorens bleibt. Haben die Zwiebeln eine leichte braune Färbung angenommen, kommen die Kartoffeln mit etwas Salz und einem Lorbeerblatt dazu und werden solange angebraten, bis sie etwas Farbe bekommen haben. Nun wird das Gericht mit Brühe bedeckt und soll so lange kochen, bis die Flüssigkeit langsam eindickt. Dabei immer wieder etwas heißes Wasser nachgeben, bis sich eine Konsistenz wie bei einer Sauce bildet. Zum Schluss wird der Eintopf noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Bei der vegetarischen Variante werden zuerst Zwiebeln und Kartoffeln sorgfältig geschmort und zum Schluss der zerbröckelte Feta über das Essen gestreut.

    Ein Rezept, das Leute mit Sinn für den Grundgeschmack guter Basiszutaten begeistern sollte. Es macht Spaß, dieses Gericht sehr sorgfältig und geduldig, also keinesfalls eilig zu kochen!  Der Geschmack entwickelt sich dann in der allmählichen Verbindung der einzelnen Aromen.

    Das Gericht kocht im Topf.


  3. Leuchtendes Gelee der Quitte

    Januar 25, 2019 by Ewald Schürmann

    Quitten sind sehr hart, kein Vergleich zu Äpfeln, die sich leicht schneiden lassen. Aber zuerst muss jede frische Quitte mit einem Tuch oder Küchenpapier abgewischt werden, denn auf der Frucht liegt ein flaumiger Pelz. Dann sind sie glatt und können verarbeitet werden. Am besten mit einem sehr starken Messer kräftig die Quitte in Stücke schneiden. Das ist anstrengend und man muss aufpassen, dass nicht das Messer verrutscht. Die Stücke in einen Topf mit Wasser und etwas Zitronensaft geben und dann kochen. Immer wieder nachschauen, wie weich die Quittenstücke sind. Das kann schon eine halbe Stunde dauern. Darauf achten, dass nicht zu viel Wasser im Topf ist, damit der spätere Quittensaft auch schön konzentriert seinen Geschmack entfalten kann. Ist alles weichgekocht, lässt man das unansehnliche Obstgemisch etwas abkühlen und gibt es in ein grobes Sieb, das mit einem Mulltuch (also durchlässiges Tuch) ausgelegt ist und in einer hohen Schüssel hängt. Nun braucht es einige Zeit, bis der reine Quittensaft durch das Tuch läuft, mit Drücken und Auswringen sollte dieser Prozesse begleitet werden. Schließlich entsteht ein schöner goldgelber Saft. Der wird dann  wie bei jedem Gelee- und Marmeladekochen mit Gelierzucker je nach dem Verhältnis von eins zu eins oder eins zu zwei (siehe entsprechende Packung)  drei Minuten gekocht. Wer nun noch diesem Gelee einen besonderen Geschmack geben möchte, gibt noch etwas Vanille, Ingwer und vielleicht sogar noch Rum oder Cognac dazu (natürlich nur für Erwachsene). Das gekochte Gelee dann in heiß ausgespülten Marmeladengläsern füllen und gut verschließen.

    Die Quitte ist sogar noch sehr ergiebig, denn die Reste der ausgedrückten Frucht, dem  “Trester”, lassen sich auch noch zu Marmelade verarbeiten. Zuerst noch die Masse mit einem Schneidstab pürieren, dann wird Marmelade mit dem Gelierzucker drei Minuten gekocht und in Gläser gefüllt Das schmeckt dann nicht so edel wie das Gelee und ist auch nicht so süß, aber es hat doch auch noch den typischen Quittengeschmack.

    Oder aus dem Quittentrester Quittenbrot machen: Die Fruchtmasse mit Gelierzucker in der Menge eins zu eins vermischen und so lange einkochen, bis sich eine “Straße” wie eine Spur ziehen lässt. Dann das noch heiße Gemisch auf ein mit Backpapier ausgelegtes großes Kuchenblech ausstreichen, so dass eine vielleicht 1 cm hohe und quadratische Platte entsteht. Diese muss nun trocknen, und zwar ziemlich lange. Etwa nach einer Woche kann dann die Platte in kleine Stücke geschnitten werden. Je länger das Quittenbrot lagert, desto mehr verliert es seine Klebrigkeit. Es schmeckt wunderbar süß und fruchtig.   


  4. Das Feinwiegen von Kräutern

    August 26, 2018 by Ewald Schürmann

     

     

     

     

     

     

    Eine intensive Beschäftigung bei der Zubereitung eines Salats ist das Feinwiegen von Kräutern. Schon das Pflücken im Kräuterbeet oder die Auswahl von Kräutern am Marktstand ist der Einstieg in die Vorstellung von Geschmacksnuancen, die im Salat oder in anderen Gerichten zur Geltung kommen sollen. Dann das sorgfältige Abzupfen der Kräuterteile und ihre kurze Reinigung unter dem Wasserstrahl. Die Trocknung in einer kleinen Salatschleuder und die Häufung aller Kräuter auf dem Wiegebrett. Nun endlich das Kräuterschneiden durch anfangs langsame Schneidebewegungen hin und her, dann immer schneller bis zur gewünschten feinen Größe. Das Ergebnis sieht nicht nur gut aus, es duftet auch herrlich!


  5. Polnisches Schnitzel auf Sauerkraut

    April 15, 2018 by Ewald Schürmann

    Mit schön gewellter Panade gebackenes Schweineschnitzel auf einem Salat aus Sauerkraut, roter Zwiebel und gelbem Paprika. Das polnische Traditionsgericht in einer Kneipe in Breslau/Wroclaw war ein knackig säuerlicher Happen. Mit einem kalten Bier noch besser und danach ein Wodka. Lecker! oder polnisch sehr kompliziert aussprechbar: zachwycajacy!


  6. Spaghetti Brennesselpesto

    November 14, 2016 by Ewald Schürmann

    spag-8-16Pesto ist ja sehr variantenreich. Im Grunde lässt sich aus jedem Kraut aus der freien Natur mit einem elektrischen Mixer oder urtümlicher mit einem Stößel im Mörser plus Nüssen, Olivenöl, Parmesan, Salz und Pfeffer so eine kalte Sauce für Pasta mixen. Hier ist mit Brennesseln eine Variante gelungen, die wunderbar in die Landschaft des Gebirges passt. Das hat in Kärnten auf der Alm frisch und herb geschmeckt, nicht gerade gefällig, aber auch nicht unangenehm, sondern sehr intensiv mit einem besonderen Eigengeschmack, den es zu entdecken galt.

     


  7. Hering und Kartoffeln gebraten

    Juni 17, 2016 by Ewald Schürmann

    Hering2

    Etwas Einfaches aus der Ostsee und aus der Erde: Zwei Heringe und eine Handvoll Kartoffeln pro Person, das reicht mehr oder weniger. In der einen Pfanne werden die in Scheiben geschnittenen rohen Kartoffeln langsam schön kross gebraten. In der anderen Pfanne den ausgenommenen Hering vorsichtig von beiden Seiten braten. Klar, das schwimmt immer etwas in Öl und dieser Ölfilm bleibt auch auf dem Teller erhalten. Rustikal eben. Dafür dann als Gegenpol ein frischer grüner Salat mit Zitronensauce angemacht.

    Sowas gibt´s überall an der Küste – im Bild ein Teller aus einem Fischlokal in Wismar.

  8. Beerbaboon – große Braukunst auf kleinstem Raum

    Februar 10, 2016 by Benedikt Wohlleben

    Herdgold-Beerbaboon2 Bier in allen möglichen Variationen findet man bei Beerbaboon in Charlottenburg.
    Frank, der Gründer des Ladens und Bierversands beherbergt knapp 1000 verschiedene Biersorten aus aller Welt, wobei Deutschland das Hauptherkunftsland der Biere ist. “Dies ist der Tatsache geschuldet, dass in Deutschland mit Abstand die höchste Brauereidichte herrscht und dort, so wie in den angrenzenden Ländern wie Österreich und Tschechien die Biere leicht zu beziehen sind. Tatsächlich gibt es bei uns allerdings Biere aus allen fünf Kontinenten.” sagt Frank.

     

    Spezialität: India Pale Ale

     

    Herdgold-Beerbaboon3Franks Spezialität sind allerdings die stark im Trend liegenden India Pale Ale Biere, von denen man im Beerbaboon eine breite Auswahl findet.
    “Die India Pale Ale Biere wurden ursprünglich im 19. Jahrhundert in Großbritannien für die indischen Kolonien gebraut.” erklärt Frank und fährt fort: “Um die lange Überfahrt dorthin zu überstehen wurden die Biere sehr stark gehopft und mit einer Stammwürze von um die 16% eingebraut. Im Zielland wurde dieses Bier dann mit Wasser Verdünnt. Die modernen Indian Pale Ale-Brauer, von denen es hierzulande mittlerweile auch einige gibt, verzichten jedoch auf die Verdünnung mit Wasser.  Dadurch entsteht ein ein relativ hochprozentiges, sehr geschmacksintensives Bier.”

     

    Bierseminare

     

    Herdgold-Beerbaboon1Ein Besuch bei Beerbaboon kann auch sehr bildend sein. Dafür sorgen die in regelmäßigen Abständen stattfindenden Bierseminare. Dort werden spezielle Regionen, ihre Biere und ihre kulinarischen Besonderheiten vorgestellt. Und damit dies alles nicht nur theoretisch bleibt, gibt es natürlich auch genug praktisches “Anschauungsmaterial” zum Verkosten.

    Wer daran teilnehmen möchte sichert sich seinen Platz per Mail

    Termine und Infos über die Seminare und weiteres findet man unter www.beerbaboon.de , auf Facebook oder direkt im Laden:

    BeerBaBoon.Berlin
    Seelingstraße 14
    14059 Berlin Charlottenburg

    Tel.: 030/23913159


  9. Casa Cacao

    Dezember 1, 2015 by Benedikt Wohlleben

    Kakaogenuss weitab von Instantpulver und Schokoriegel

     

    cacao7Die Spezialitäten, die Charlotte aus Genf und Sophia aus Paris herstellen, drehen sich um rohen Kakao und alles, was man damit machen kann.

    In ihrem kleinen Berliner Ladenlokal am Richardplatz in Neukölln kreieren die beiden Köstlichkeiten wie Kakaogetränke mit Geschmacksnoten von Mandel, Vanille und auch Scharfes wie z. B. Chili und Cayenne-Pfeffer. Diese sind, wie alles Andere in ihrem Laden handgemacht.
    Der rohe Kakao wird bei Cassa Cacao mit Datteln, Kakaobutter, Rohrzucker, Nüssen, Mandeln und zahlreichen anderen erlesenen Zutaten veredelt.
    Die verwendeten Kakaobohnen stammen ausschließlich aus biologischem Anbau aus Bali.

    cacao8“Kakao, den man im Laden normalerweise als Pulver bekommt ist oft entölt und die meisten Nährwerte sind nicht mehr vorhanden.” sagt Charlotte, während sie gerade die Kakaomasse knetet und fährt fort:
    “Im Gegensatz dazu ist roher Kakao extrem nährstoffreich und enthält große Mengen an Magnesium. Außerdem befinden sich im rohen Kakao eine hohe Anzahl an Antioxidantien und Eisen.” Sophia ergänzt:
    “Noch ein Vorteil von rohem Kakao ist: Er stimuliert die Produktion verschiedener Glückshormone und wirkt blutdrucksenkend. Er fördert die Konzentration und wirkt entspannend auf den Organismus. Außerdem enthält roher Kakao, so wie z. B. auch die Kolanuss, den Wirkstoff Theobromin, der als Arznei zum Lindern von Husten verwendet wird.”

    cacao6So wird der Aufenthalt bei Casa Cacao nicht nur ein Erlebnis für Zunge, Gaumen und Magen, sondern nahezu für den gesamten Organismus. – Ein Besuch lohnt sich!

    Casa Cacao
    Karl Marx Platz 17, ecke Richardplatz

    12043 Berlin-Neukölln

    Tel.: 0176 68062970

    Öffnungszeiten: Di-So 11:00-19:00 h


  10. Barasik – arabisches Sesamgebäck

    November 5, 2015 by Ewald Schürmann

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    Eine Mischung aus 500 g Mehl, 1 Tasse Zucker, 1 Tasse Rinderfett, 1 Tüte Vanillezucker, 2 Teelöffel Backpulver, 1/4 Tasse Sonnenblumenöl und 3 Eier wird vermischt und so lange geknetet, bis ein fettiger Teigkloß entsteht.

    knetenDann viele kleine Kügelchen heraustrennen, auf ein Backblech mit Backpapier legen und platt drücken. Sesam drauf streuen und etwa 10 – 15 Minuten bei 200 Grad backen. DSC07140_Bildgröße ändern

     

     

     

     

    Fertig sind die Barasik von Fatima und Hozifa aus Syrien.