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‘Allgemein’ Category

  1. Fleisch hängt am Alex ab

    August 7, 2015 by Ewald Schürmann

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    Fleischberg am Alex: Beim Rock´n´Roll Beef Club in der Kochbox am Alexanderplatz war Fleisch angesagt, von flüssig über gehackt bis zu hochgradig angegrillt und Blutstropfen drinnen. Walde und Heiko, die Köche, Kochlehrer, Propagandachefs des Rock´n´Roll Beef Club und überhaupt Berliner Urtypen vom Schlage der Küchenleithammel – hatten zu einem radikalen 1A-Fleischmenü eingeladen. Und es gab nur das Beste vom Beef und das ist natürlich Rind! Man sollte mal schmecken, wie sich die Viecher trinken und kauen lassen und immer heftig intensiv mit den Zähnen auf den Fleischgrund kauen. Alle kamen sie hungrig zu den Töpfen, von den Arme-Schlucker-Bloggern über die Kulinariajournaille bis zu Kunden und Schülern der Kochbox-Events und Kochschulungen. Was sie wollten, war Fleisch, Fleisch, Fleisch. Natürlich ohne Hintergedanken und Polemik gegen eine vegan-vegetarische Gemüsefraktion, der angesichts der Menükarte das grüne Blut in den Adern geronnen wäre.

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    Zur Einstimmung wurde Beef-Consommè ausgeschenkt, also trinkbares Fleisch.

     

     

     

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    Ein wunderbar luftiges Rindertatar ging sanft über die Zunge.

     

     

     

     

     

     

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    Die getrüffelte Berliner Leberwurst kam als veredelter Wurstklassiker daher. Das passte gut zum Urplatz Berliner proletarischer Typen, die wie Franz Biberkopf in Döblins Berlin Alexanderplatz für solche Sätze stehen wie: “Denn es geht dem Menschen wie dem Vieh; wie dies stirbt, so stirbt er auch.”

     

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    Nach weit über die Grenzen Berlins hinaus schmeckte die japanische Ocean Beef-Bratwurst Surf and Turf. Auch die Gäste durften an der Wurstmaschine Hand anlegen. Geschmack? Wow! Da können die mobilen Grillwalker ihre schwarzfleckig verbrannten Würsten am Alex in den Müll werfen.

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    Als absolut tierisches Fleischerlebnis und Highlight dieser Verkostung wurde mit großem Tamtam das Premium Dry Aged Beef Steak, das man mit gefalteten Händen bestaunen musste. Die Zeremonie begann mit einem Fleischsägen – reinste Männersache – und einem Schockgrillen im Minihochofen.

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    Ein sauberer Prozess von roh nach gar tut dem Steak gut.

     

     

     

     

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    Sieht gut aus, oder? Aber solches Fleisch braucht auch scharfe Zähne.

    Schließlich klang der Abend mit Dry Salt Mint Chili-Schinken und einem Beef Brandy aus, der liebevoll selbst gebrannt wurde. Man wusste dann nicht mehr, ob man wie das Vieh auf allen Vieren nach Hause gehen oder kraftstrotzend durch Fleischfütterungen noch ein letztes Bier trinken sollte.

     

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    Übrigens das Bier floss reichlich, und zwar großzügigst gereicht beim Craft Beer Tasting mit Robert Breitenegger.

     

     

     

     


  2. Currywurst mit Pommes, Majo und Ketchup

    Dezember 17, 2014 by Ewald Schürmann


    Der Klassiker beim Straßenessen. Übrigens heißt Streetfood im Ruhrgebiet einfach nur: Geh´n wa anne Pommesbude?
    Ja, und so fing das damals an, in den 60ern: In Dortmund waren da auf einem Trümmergrundstück plötzlich vier weiße Imbisswagen aufgestellt, die wohl irgendwie von Holland kamen. Das sprach sich blitzschnell rum und so pilgerte das ganze Volk zu jeder Tageszeit in die Innenstadt, um die fetten Kartoffelstäbchen in den Tüten mit Majo oben drauf zu futtern. Currywurst war dann schon eine Extra-Stufe. Ketchup war zuerst nicht angesagt, sondern noch so ein süßliches Zeug, das aber wie Kotze schmeckte und bald verschwand. Schöne salzige Pommes kannten die Ruhrgebietler ja von ihren Kaffee- und Butterfahrten nach Holland. Aber nun gab es das auch endlich umme Ecke.
    Von da an nahm die Currywurst mit Pommes und Majo und Ketchup einen Siegeszug, der niemals aufhören wird.
    Nachkochen zuhause in der Küche? Da wird das aber nicht gemacht. Das gibt´s nur anne Bude. Und da gehört es auch hin.


  3. Mini-Scones

    Oktober 20, 2014 by Ewald Schürmann

    Scones gibt es in England für viele Essensgelegenheiten in größeren oder kleineren Formaten. Klassisch sind sie auch zur Tea Time. Vorsicht, das Gebäck kann leicht in der Hand zerbröseln und muss dann in Bruchstücken verzehrt werden. Trotzdem ist da ein interessanter Geschmack, der viel reizvoller ist als unsere oft nur neutralen Weißbrotsorten. Hier nun ein Rezept, das die Scones um einiges mit Käse und Senfpulver verfeinert. Sie lassen sich gut beim Wein in geselliger Runde knabbern.


    Zutaten:
    175 g Mehl
    1,5 Tl Backpulver
    0,5 Tl Senfpulver (z.B. Colman´s Mustard aus Norwich)
    Cayennepfeffer, Salz, 75 g Cheddarkäse (geraspelt)
    25 g Butter
    1 Ei und 5 El Milch


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    Zubereitung:
    Aus Mehl, Butter, Backpulver und Senfpulver einen krümeligen Teig zwischen den Fingern zerbröseln, dann das Ei dazu geben (und vielleicht noch etwas Schnittlauch).
    Den Teig glatt kneten und 2,5 cm dick ausrollen. Dann runde Taler (Größe nach eigener Wahl) ausstechen und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Mit Milch überstreichen und in den vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene bei 210 Grad etwa 20 Minuten backen.


  4. Ingwer-Knoblauchpaste

    September 23, 2014 by Benedikt Wohlleben

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    Zutaten:
    Knoblauch
    Ingwerwurzel (Das Mengenverhältnis Knoblauch : Ingwer sollte 1 : 1 sein)

    Diese charakteristische Mischung aus Ingwer und Knoblauch ist aus der asiatischen Küche nicht mehr wegzudenken. Sie ist in den verschiedensten Gerichten vertreten. Man findet sie z.B. sowohl in thailändischen Wok-Gerichten als auch in vielen indischen Currys und weiteren Gerichten der asiatischen Küche.’

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    Knoblauchzehen schälen,
    Ingwer (bei Bedarf schälen), grob Würfeln






    _DSC0112_DSC0121Die Stücke in einen Mixer geben und zerkleinern, bis eine homogene Masse entstanden ist.




    _DSC0129Je nach Geschmack asiatische Gerichte mit der Ingwer-Knoblauchpaste würzen.
    Die Ingwer-Knoblauchpaste lässt sich auch gut auf Vorrat herstellen und portionsweise einfrieren.


  5. Apfeltarte

    September 4, 2014 by Ewald Schürmann

    Teig: (Zutaten für 3 Portionen)
    430 g Mehl
    250 g Butter (kalt)
    2 Tl Salz
    Kaltes Wasser

    DSC02886_webDer Teig lässt sich ganz schnell in der Küchenmaschine herstellen. Einfach alle Zutaten in die Schüssel geben, Maschine mit kurzen Impulsen an- und ausschalten und ohne lange zu kneten gucken, wann sich ein Teigball gebildet hat. Etwas mit Mehl überstäuben, in eine Plastiktüte geben und für eine Stunde kalt stellen. Danach in 3 Teile schneiden. Zwei Teigstücke einfrieren, eine Portion Teig verwenden. (Gefrorenen Teig bei späterer Verwendung vorsichtig auftauen lassen).
    Der Teig wird nun auf Backpapier ausgerollt und an den Rändern mit einer Gabel geformt. Dazu legt man das Backpapier auf einen großen Teller (auf den später der Kuchen kommt), rollt den Teig bis zum Tellerrand aus und zieht den fertig geformten Teig vom Teller auf ein Backblech.

    Belag:
    1000 g Äpfel
    150 g Zucker
    2 El Maisstärke
    30 g Butter
    Vanillemark
    2 El Mehl

    DSC02888_webDie Äpfel entkernen und in Achtel schneiden, mit etwas Zitronensaft vermischen. (Verhindert das bräunliche Oxidieren). Die Apfelstücke mit der Maisstärke und zwei Esslöffel Zucker vermischen. Den restlichen Zucker mit dem Mehl und etwas Vanillemark auf dem Teig verteilen. Darauf die Äpfel schön anordnen.

    Die Tarte im auf ca. 210  vorheizten Ofen (ohne Umluft) in der Mitte des Backherds in einer guten halben Stunde backen. Die heiße Tarte mit Puderzucker bestäuben (oder auch nicht). Den Kuchen dann vom Backblech vorsichtig auf einen großen Teller oder ein anderes Kuchengeschirr ziehen.

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    Die Abbildungen zeigen zwei Varianten der Apfeltarte mit ungeschälten und geschälten Äpfeln.

    Das Rezept stammt aus einem Kochkurs von “The Village Feinkost Café” in Berlin Charlottenburg. Dort wird die Tarte mit Äpfeln oder Aprikosen belegt. Das Titelfoto oben zeigt die für das Cafe typische Version der Tarte mit dem umgefalteten Rand.