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‘Tellerrand’ Category

  1. Beerbaboon – große Braukunst auf kleinstem Raum

    Februar 10, 2016 by Benedikt Wohlleben

    Herdgold-Beerbaboon2 Bier in allen möglichen Variationen findet man bei Beerbaboon in Charlottenburg.
    Frank, der Gründer des Ladens und Bierversands beherbergt knapp 1000 verschiedene Biersorten aus aller Welt, wobei Deutschland das Hauptherkunftsland der Biere ist. “Dies ist der Tatsache geschuldet, dass in Deutschland mit Abstand die höchste Brauereidichte herrscht und dort, so wie in den angrenzenden Ländern wie Österreich und Tschechien die Biere leicht zu beziehen sind. Tatsächlich gibt es bei uns allerdings Biere aus allen fünf Kontinenten.” sagt Frank.

     

    Spezialität: India Pale Ale

     

    Herdgold-Beerbaboon3Franks Spezialität sind allerdings die stark im Trend liegenden India Pale Ale Biere, von denen man im Beerbaboon eine breite Auswahl findet.
    “Die India Pale Ale Biere wurden ursprünglich im 19. Jahrhundert in Großbritannien für die indischen Kolonien gebraut.” erklärt Frank und fährt fort: “Um die lange Überfahrt dorthin zu überstehen wurden die Biere sehr stark gehopft und mit einer Stammwürze von um die 16% eingebraut. Im Zielland wurde dieses Bier dann mit Wasser Verdünnt. Die modernen Indian Pale Ale-Brauer, von denen es hierzulande mittlerweile auch einige gibt, verzichten jedoch auf die Verdünnung mit Wasser.  Dadurch entsteht ein ein relativ hochprozentiges, sehr geschmacksintensives Bier.”

     

    Bierseminare

     

    Herdgold-Beerbaboon1Ein Besuch bei Beerbaboon kann auch sehr bildend sein. Dafür sorgen die in regelmäßigen Abständen stattfindenden Bierseminare. Dort werden spezielle Regionen, ihre Biere und ihre kulinarischen Besonderheiten vorgestellt. Und damit dies alles nicht nur theoretisch bleibt, gibt es natürlich auch genug praktisches “Anschauungsmaterial” zum Verkosten.

    Wer daran teilnehmen möchte sichert sich seinen Platz per Mail

    Termine und Infos über die Seminare und weiteres findet man unter www.beerbaboon.de , auf Facebook oder direkt im Laden:

    BeerBaBoon.Berlin
    Seelingstraße 14
    14059 Berlin Charlottenburg

    Tel.: 030/23913159


  2. Casa Cacao

    Dezember 1, 2015 by Benedikt Wohlleben

    Kakaogenuss weitab von Instantpulver und Schokoriegel

     

    cacao7Die Spezialitäten, die Charlotte aus Genf und Sophia aus Paris herstellen, drehen sich um rohen Kakao und alles, was man damit machen kann.

    In ihrem kleinen Berliner Ladenlokal am Richardplatz in Neukölln kreieren die beiden Köstlichkeiten wie Kakaogetränke mit Geschmacksnoten von Mandel, Vanille und auch Scharfes wie z. B. Chili und Cayenne-Pfeffer. Diese sind, wie alles Andere in ihrem Laden handgemacht.
    Der rohe Kakao wird bei Cassa Cacao mit Datteln, Kakaobutter, Rohrzucker, Nüssen, Mandeln und zahlreichen anderen erlesenen Zutaten veredelt.
    Die verwendeten Kakaobohnen stammen ausschließlich aus biologischem Anbau aus Bali.

    cacao8“Kakao, den man im Laden normalerweise als Pulver bekommt ist oft entölt und die meisten Nährwerte sind nicht mehr vorhanden.” sagt Charlotte, während sie gerade die Kakaomasse knetet und fährt fort:
    “Im Gegensatz dazu ist roher Kakao extrem nährstoffreich und enthält große Mengen an Magnesium. Außerdem befinden sich im rohen Kakao eine hohe Anzahl an Antioxidantien und Eisen.” Sophia ergänzt:
    “Noch ein Vorteil von rohem Kakao ist: Er stimuliert die Produktion verschiedener Glückshormone und wirkt blutdrucksenkend. Er fördert die Konzentration und wirkt entspannend auf den Organismus. Außerdem enthält roher Kakao, so wie z. B. auch die Kolanuss, den Wirkstoff Theobromin, der als Arznei zum Lindern von Husten verwendet wird.”

    cacao6So wird der Aufenthalt bei Casa Cacao nicht nur ein Erlebnis für Zunge, Gaumen und Magen, sondern nahezu für den gesamten Organismus. – Ein Besuch lohnt sich!

    Casa Cacao
    Karl Marx Platz 17, ecke Richardplatz

    12043 Berlin-Neukölln

    Tel.: 0176 68062970

    Öffnungszeiten: Di-So 11:00-19:00 h


  3. Fleisch hängt am Alex ab

    August 7, 2015 by Ewald Schürmann

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    Fleischberg am Alex: Beim Rock´n´Roll Beef Club in der Kochbox am Alexanderplatz war Fleisch angesagt, von flüssig über gehackt bis zu hochgradig angegrillt und Blutstropfen drinnen. Walde und Heiko, die Köche, Kochlehrer, Propagandachefs des Rock´n´Roll Beef Club und überhaupt Berliner Urtypen vom Schlage der Küchenleithammel – hatten zu einem radikalen 1A-Fleischmenü eingeladen. Und es gab nur das Beste vom Beef und das ist natürlich Rind! Man sollte mal schmecken, wie sich die Viecher trinken und kauen lassen und immer heftig intensiv mit den Zähnen auf den Fleischgrund kauen. Alle kamen sie hungrig zu den Töpfen, von den Arme-Schlucker-Bloggern über die Kulinariajournaille bis zu Kunden und Schülern der Kochbox-Events und Kochschulungen. Was sie wollten, war Fleisch, Fleisch, Fleisch. Natürlich ohne Hintergedanken und Polemik gegen eine vegan-vegetarische Gemüsefraktion, der angesichts der Menükarte das grüne Blut in den Adern geronnen wäre.

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    Zur Einstimmung wurde Beef-Consommè ausgeschenkt, also trinkbares Fleisch.

     

     

     

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    Ein wunderbar luftiges Rindertatar ging sanft über die Zunge.

     

     

     

     

     

     

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    Die getrüffelte Berliner Leberwurst kam als veredelter Wurstklassiker daher. Das passte gut zum Urplatz Berliner proletarischer Typen, die wie Franz Biberkopf in Döblins Berlin Alexanderplatz für solche Sätze stehen wie: “Denn es geht dem Menschen wie dem Vieh; wie dies stirbt, so stirbt er auch.”

     

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    Nach weit über die Grenzen Berlins hinaus schmeckte die japanische Ocean Beef-Bratwurst Surf and Turf. Auch die Gäste durften an der Wurstmaschine Hand anlegen. Geschmack? Wow! Da können die mobilen Grillwalker ihre schwarzfleckig verbrannten Würsten am Alex in den Müll werfen.

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    Als absolut tierisches Fleischerlebnis und Highlight dieser Verkostung wurde mit großem Tamtam das Premium Dry Aged Beef Steak, das man mit gefalteten Händen bestaunen musste. Die Zeremonie begann mit einem Fleischsägen – reinste Männersache – und einem Schockgrillen im Minihochofen.

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    Ein sauberer Prozess von roh nach gar tut dem Steak gut.

     

     

     

     

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    Sieht gut aus, oder? Aber solches Fleisch braucht auch scharfe Zähne.

    Schließlich klang der Abend mit Dry Salt Mint Chili-Schinken und einem Beef Brandy aus, der liebevoll selbst gebrannt wurde. Man wusste dann nicht mehr, ob man wie das Vieh auf allen Vieren nach Hause gehen oder kraftstrotzend durch Fleischfütterungen noch ein letztes Bier trinken sollte.

     

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    Übrigens das Bier floss reichlich, und zwar großzügigst gereicht beim Craft Beer Tasting mit Robert Breitenegger.

     

     

     

     


  4. Cookening: Trend aus Frankreich

    Oktober 20, 2014 by Benedikt Wohlleben

    Cookening: Die kulinarische “Mitfahrzentrale”

    Das Ziel der französischen Plattform “Cookening” ist in erster Linie Leute zusammen zu bringen. Sie möchte Begegnungen ermöglichen, zwischen Gastgebern, welche gerne zu Hause bei sich Mahlzeiten anbieten und Touristen, die die Esskultur der Gastgeber bzw. des Gastlandes entdecken möchten.

    Der/die  GastgeberIn erstellt hierzu eine Profilseite auf  cookening.com und auf welcher er/sie Bilder seiner Lieblingsgerichte hochlädt, die Zusammensetzung des Menüs beschreibt und einen Kostenbeitrag für die Gäste festlegt.
    Die interessierten Gäste, Touristen oder auch Einheimische, nehmen Kontakt zu den Gastgebern auf, dessen Geschmack ihnen zusagt. Zahlungen werden über Cookening abgewickelt. Der Gastgeber erhält die Zahlung dann am Tag nach dem das Essen stattfand.

    Cookening_hp_web Cookening-Bweb

    Cedric Giorgi, Geschäftsführer und Mitbegründer von Cookening sagt: “Der Moment, wenn wir mit anderen zusammen essen ist im Grunde  ein Moment des Teilens. Cookening möchte diesen Moment des Teilens zwischen Fremden auf dem gastronomischen Gebiet unterstützen.
    Durch die unsichere Wirtschaftslage aber auch durch die durch die soziale Isolation, die in den letzten Jahren zugenommen hat, sehnen sich viele Menschen nach einfachen und authentischen Erfahrungen der Geselligkeit. Ein Essen in einer wohnlichen Atmosphäre mit Gästen erfüllt genau diese Sehnsucht.”

    Julien Pelletier, für die Finanzen zuständig und Mitbegründer von Cookening.com, beschreibt die hinter der Webseite stehende Strategie: “Die Absicht hinter Cookening ist, dass der Event sich nicht im Web abspielt sondern möchte dass sich reale Leute zu einem realen Event treffen. Wir haben das ganze Konzept in diese Richtung gedacht. Sowohl das Tisch-Publikations-System und das Bezahlsystem sind so ausgerichtet, das es für den Benutzer einfach und intuitiv zu verwenden ist.”

    Sébastien Guignot, für die Technik zuständig und Mitbegründer von Cookening.com stellt die Ziele des Unternehmens vor: “Außer dass  wir Cookening zu einem Hauptakteur in der Shared Economy aufbauen möchten ist unser Hauptziel Begegnungen zu zwischen verschiedenen Kulturen zu erleichtern. Als Bindeglied hierfür dient die Liebe zu gutem Essen. Wir möchten Leute aus der ganzen  Welt über das Essen verbinden.”

    Weitere Infos über Cookening auf der Website: www.cookening.com